Freitag, 28. Februar 2014

[Rezension] Hourglass: Die Stunde der Zeitreisenden



Titel: 
Hourglass: Die Stunde der Zeitreisenden
Autor: Myra McEntire
Preis: 12,99 €
Ebook: 9,99
Verlag: Goldmann

ISBN: 9783442475636
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Sie kann in die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens "Hourglass", scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt - sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in größter Gefahr.
[by Goldmann]

          R e z i  z u m  B u c h          

Das Cover ist der reinste Wahnsinn! Es ist unbeschreiblich schön und ich könnt's endlos anstarren. Es gibt gewiss viele schöne Cover, aber in dieses eine habe ich mich wahrhaft verliebt. Ebenfalls beeindruckend finde ich die Innenseiten der Klappenbroschur sowie die Gestaltung jedes neu beginnenden Kapitels – jede Menge Schmetterlinge!

Dank dem stilvollen, flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil, habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Des Weiteren finde ich die Beschreibungen sowie Erklärungen ausgesprochen gut, da diese überwiegend bildhaft sind.

Bereits im ersten Kapitel hat die Autorin meine Aufmerksamkeit geweckt, indem sie eine schnell ans Herz wachsende Protagonistin kreiert hat, die man gern durch die Seiten begleitet. Nichtsdestotrotz gab es im späteren Verlauf auch Stellen, in denen ich mich über Emersons Verhalten total geärgert habe. Andererseits wäre es extrem langweilig, wenn sie keine Ecken und Kanten hätte.
Als Leser wird man sehr gut mit der Zeitreise vertraut gemacht, was jedoch größtenteils durch Beschreibungen erzielt wird. Erst zum Ende hin erleben die Protagonisten die Zeitreisen hautnah und das finde ich doch ein wenig enttäuschend. Ich hätte mir nämlich schon viel früher einen Sprung in die Vergangenheit der beiden gewünscht. Die Reise ist durchaus spannend gestaltet worden, aber sie war leider nur von kurzer Dauer, also stützt sich meine Hoffnung darauf, dass die Autorin mehr ihren Lesern im zweiten Band davon bieten wird.
Trotz allem schafft es Myra McEntire den Spannungsbogen enorm hoch zu halten, auf Grund der Tatsache, dass Emerson und Michael ständig mit neuen Komplikationen und Verflochtenheiten zu tun bekommen. Wobei ich finde, dass es in Hourglass noch Potential zur Steigerung gibt.
Die Idee der Zeitreisen ist natürlich weder taufrisch noch originell, aber Myra McEntire setzt mithilfe einer frechen Protagonistin eine ziemlich amüsante Geschichte in die Welt. Zudem muss man der Autorin hoch anrechnen, dass sie unerschöpflich für Witz und Humor sorgt. Ich habe schon länger nicht mehr so wahnsinnig gute Dialoge gelesen, die nicht nur zum Schmunzeln bringen, sondern regelrecht einen Lachanfall auslösen!
Zu Beginn haben Emerson und Michael mit dem Durcheinander ihrer Gefühle zu kämpfen. Zuerst erscheint es langatmig, da es ständig ein Hin und Her zwischen den beiden gibt, aber mit der Zeit entwickelt es sich zu einer mitreißenden Liebesgeschichte.
Kurz vor dem Ende bin ich immer wieder ins Staunen geraten, da dort jede Menge überraschende Wendungen auf mich gewartet haben, die keineswegs vorhersehbar gewesen sind.
Mit dem Schluss bin ich voll und ganz zufrieden. Es hat – zu meinem Glück, da ich viele Buchreihen unter einem Hut bekommen muss – keinen Cliffhanger, auch wenn es durchaus ein offenes Ende hat.

Die Protagonistin Emerson fand ich außerordentlich faszinierend. Ihre freche, sarkastische sowie waghalsige Art macht sie zu einer großartigen Persönlichkeit. Michael hingegen erscheint mir, außer dass er fallweise nicht mit offenen Karten spielt, makellos. Ich würde nicht behaupten, dass mich das besonders stört, aber ich fänd's sympathischer, wenn er nicht so perfekt wäre.

Ironie. Romantik. Spannung. Überraschende Wendungen. All das ist genial in diesem Band verpackt und wartet sehnsüchtig auf neue Leser ^___~ 

Montag, 24. Februar 2014

[Rezension] Seelenkuss



Titel: 
Seelenkuss
Autor: Lynn Raven
Preis: 14,99 €
Ebook: 11,99
Verlag: cbt

ISBN: 9783570162958 
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester nicht wieder. Die mitfühlende Königin Seloran scheint plötzlich eiskalt geworden zu sein, und den rätselhaften Gefangenen, den sie in ihrem tiefsten Kerker versteckt, behandelt sie ungewöhnlich grausam. Angeblich sei er ein Spion der Nordreiche. Doch dann entdeckt Darejan eine schreckliche Wahrheit: Der finstere Magier Ahoren hat Besitz von Königin Selorans Körper ergriffen und baut eine Armee von Schattenkriegern auf, um das Königreich zu unterwerfen. Und plötzlich ist Darejan selbst auf der Flucht, zusammen mit dem angeblichen Spion. Er gehört dem Geheimorden der DúnAnór an, die als Einzige in der Lage sind, Ahoren zu bannen. Doch der Gefangene hat sein Gedächtnis verloren. Und zudem scheint er Darejan zu hassen. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Suche voller tödlicher Gefahren ...
[by cbt]

          R e z i  z u m  B u c h          

Das Cover hat etwas düsteres an sich und passt hervorragend zur Geschichte. Die abgebildete junge Frau auf dem Cover, die ein hübsches weißes Kleid trägt, sorgt dafür, dass man sich die Prinzessin Darejan bildhaft vorstellen kann. Mittlerweile finde ich jedoch abgebildete Frauen sowie Männer auf den Covern ermüdend. Warum lassen sich die Verlage nicht einfach mal was Neues einfallen?

Obwohl der Schreibstil flüssig zu lesen ist, hatte ich dennoch so meine Probleme beim lesen. Fantasievolle und komplexe Namen, Bezeichnungen sowie Orte, bei denen man nicht weiß wie man sie aussprechen soll, machen das Lesen etwas anstrengend. Für die erschaffene Fantasy-Welt hätte ich mir eine Karte zur Übersicht der vielen Orte gewünscht, aber auch ein Glossar für all die Bezeichnungen hätte nicht geschadet...

Ich muss gestehen, dass ich den Einstieg in die Handlung ein wenig schwierig und verwirrend fand. Man wird direkt in das Geschehen hinein geworfen und braucht ein paar Seiten, so dass man sich eine Zeit lang sehr genau konzentrieren muss, um überhaupt verstehen zu können was vor sich geht und mit wem man es zu tun hat. Aber wenn man sich dann in die Geschichte hineingefunden hat, packt diese einen und man kann dem darauffolgendem Verlauf problemlos folgen.
An Spannung mangelt es in "Seelenkuss" keineswegs, denn den beiden Protagonisten Javreen und Darejan werden viele Steine in den Weg gelegt bis die beiden an ihr Ziel gelangen. Mit den ganzen Wendungen hält die Autorin einen auf Trap und beweist damit, dass sie fähig ist auf außergewöhnliche sowie fantastische Ideen zu kommen.
Obwohl ich zu genau beschriebene Details liebe, da man sich so manches bildhaft vorstellen kann, so war ich doch ab und zu überfordert und es hat nur dazu geführt, dass die Handlung an einigen Stellen sehr in die Länge gezogen wurde.
Die Liebesgeschichte fand ich etwas lahm und hätte mir mehr davon gewünscht. Sehr schade fand ich auch, dass die "eigentliche Beziehung" der beiden sich schnell erahnen ließ. Ich persönlich fände es besser, wenn die Autorin ihre Leser erst zum Ende hin mit der "eigentlichen Beziehung" der beiden überrascht hätte, dafür aber im Verlauf der Handlung mehr Drama um die Liebe geboten hätte.
Man wundert sich zwar nicht über das Happy End, aber die unerwarteten Wendungen machen daraus kein typisches Ende, was mir sehr gut gefallen hat.

Darejan ist eine faszinierende und liebevolle Romanfigur. Obwohl sie Javreen, dem Verrückten, misstraut und ihn für ihre Zwecke benutzen will, so sorgt sie sich doch viel zu liebevoll um ihn. Typisch schüchtern? Fehlalarm! Sie weiß sich zu verteidigen, bewahrt einen kühlen Kopf und nimmt überraschenderweise die Rolle einer Heldin des Öfteren ein, was man von einer Prinzessin normalerweise nicht erwartet.
Erst zum Ende hin erfährt man, dass "der Verrückte" eigentlich Javreen heißt. Er verfällt häufig dem Wahn, worunter er sehr leidet. Man erfährt erst nach und nach den wahren Grund für sein Leiden, da er zugleich an Gedächtnisverlust leidet. Ich fand viele Szenen sehr herzzerreißend und konnte nicht anders als mit ihm zu leiden. Trotz allem hatte sein Gedächtnisverlust auch etwas Gutes, da es mächtig für Spannung sorgte.

Wer auf der Suche nach einem guten Fantasy-Buch ist und sich von komplexen Namen, Bezeichnungen sowie Orten nicht abschrecken lässt, der wird seinen Gefallen an "Seelenkuss" schon finden ^___~

 

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