Freitag, 25. März 2016

|Rezi| Fast perfekt ist gut genug



Titel: 
Fast perfekt ist gut genug
Autor: Kristan Higgins
Preis: 9,99 €
Ebook: 9,99
Verlag: 
Harper Collins / Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956492877
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Alle um sie herum scheinen das Bilderbuch-Familienglück zu haben – nur Brautmodendesignerin Jenny nicht. Also kehrt Jenny Manhattan den Rücken und in ihre Heimatstadt zurück. Vielleicht färbt das perfekte Familienleben ihrer Schwester auf sie ab, vielleicht findet Jenny eine neue Liebe? Ein Sommer voller Geheimnisse und Lügen, der Versuchungen und Offenbarungen liegt vor den Schwestern – aber auch ein Sommer des wahren Lebensglücks.
[by Harper Collins / Mira Taschenbuch]

          R e z i  z u m  B u c h          

Es ist ein schlicht, aber dennoch ansprechend gestaltetes  Cover. Zudem spiegelt es Jennys Beruf wieder und passt somit zum Inhalt. Allerdings fehlt mir auf dem Cover etwas, das einen Blick auf Rachels Leben gibt, da sie genauso eine wichtige Rolle in diesem Buch spielt.
Was mir aber sehr gefällt ist vor allem der Titel! ))

Der Schreibstil von Kristan Higgins ist wie gewohnt unkompliziert gehalten, liest sich locker und flüssig. In „Fast perfekt ist gut genug“ werden zwei Geschichten erzählt. Es werden Einblicke in Jennys Leben geboten sowie in das ihrer Schwester Rachel. Das geschieht natürlich durch den Wechsel der Erzählperspektiven von Kapitel zu Kapitel. Ich persönlich mag diese Erzählweise, denn so bekommt man die Chance beide Charaktere besser kennenzulernen.

Hier wird nicht einfach bloß eine klischeehafte Liebesgeschichte erzählt. Die Autorin setzt sich unter anderem mit ernsten Problemen auseinander wie z.B.  „Selbstverwirklichung“ oder „Untreue“. Dieser bittere Beigeschmack in diesem Buch hat mir sogar ganz gut gefallen, denn vieles war zum Nachdenken anregend.
Kristan Higgins kann ganz besonders Emotionen gut übermitteln und man kommt nicht drum herum als für das Liebesglück der Protagonisten mitzufiebern.
Die Beziehung von Jenny und Leo fing mit angriffslustigen Dialogen an – von denen ich nicht genug bekommen konnte. Nach und nach entwickelt sich eine wunderbare und vor allem authentische Freundschaft. Kurz gesagt, die beiden muss man einfach lieben!
Was die Beziehung von Rachel und Adam betrifft, muss ich ehrlich gestehen, dass diese mich nicht begeistern konnte.  Die beiden hatten ständig  Höhen und Tiefen und das war anstrengend zu verfolgen und auch deren Entscheidungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen…
Trotz der ernsten Ereignisse hier und da, habe ich mich gut amüsiert und auch an manchen Stellen herzhaft gelacht! An Humor mangelt es hier definitiv nicht.
Ganz besonders hat es mir die zweite Hälfte des Buches angetan.

Jenny ist unglaublich sympathisch, die man selbst gern als Schwester hätte. Sie ist eine kleine Träumerin, die nach der Liebe sucht sowie eine Kämpferin, die ihre Liebsten verteidigt.
Leo ist ein netter Charakter, der erst mit sich und seiner Vergangenheit ins Reine kommen muss, um das Leben richtig genießen zu können. Abgesehen davon stellt er einen ziemlich miserablen Hausmeister dar. ;)
Rachel ist sehr auf ihre Familie fixiert und liebt ihre Töchter über alles. Aber leider ist sie naiv, immer wieder. Erst ab der zweiten Hälfte ist sie mir nach und nach sympathischer geworden, denn sie hat deutlich an Selbstbewusst gewonnen und wird zudem abenteuerlustig.
Adam ist hier der böse Bube, der falsche Entscheidungen trifft ohne recht an die Konsequenzen zu denken.

          F a z i t          

Ein emotionaler Roman, dem es an Humor nicht fehlt, der gut unterhalten kann und ab der zweiten Hälfte komplett in seinen Bann zieht.

 

Samstag, 5. März 2016

|Rezi| Die Welt zwischen den Zeilen



Titel: 
Die Welt zwischen den Zeilen
Autor: J. Vellguth
Preis: 9,99 €
Ebook: 3,99
Verlag: CreateSpace Independent Publishing

ISBN: 978-1523796007 
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Isabel hat eine unglaubliche Fähigkeit, die es ihr erlaubt, in die Welt der Bücher einzusteigen und dadurch mitten im Leben der Romanfiguren zu existieren. Allerdings immer nur als unbeteiligte Beobachterin. Zumindest bis zu dem einen Tag, an dem sich alles ändert und Aschenputtels Prinz plötzlich mit ihr spricht. Es entsteht eine Liebe, die so überwältigend, surreal und hoffnungslos ist, dass Isabel sich selbst darin zu verlieren droht.
[by Amazon / CreateSpace Independent Publishing]

          R e z i  z u m  B u c h          

Aufgepasst, ich habe mit "Die Welt zwischen den Zeilen" begonnen und es enthält Spoiler zu "Zauberhaftes Aschenputtel", die allerdings nicht von großer Bedeutung sind. Ich finde es sogar gut, dass ich "Zauberhaftes Aschenputtel" nicht gelesen habe, weil es, nach diesem Buch, in ein ganz anderes Licht gerückt wird, worüber ich mich sicherlich geärgert hätte.

Das Cover finde ich wunderschön. Die Wahl dieser Abbildung ist unglaublich passend, da es genau das verspricht was die Geschichte bietet und ich liebe es, wenn das Cover mit Bedacht gewählt wird.

Der Einstieg fiel mir leicht, da die Autorin einen lockeren Schreibstil hat. J. Vellguth Stärke ist es die Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Diese sind ihr absolut grandios gelungen!
Was mir allerdings fehlt, ist die Spannung an manchen Stellen. Die Protagonistin Isabel ist ziemlich oft in die Welt ihres Lieblingsmärchen "Zauberhaftes Aschenputtel" eingetaucht, aber all diese Besuche sind von kurzer Dauer. Dadurch, dass sie nie lange geblieben ist, habe ich mich nicht richtig in das Geschehen vertiefen können. Ich fände es besser, wenn es weniger Sprünge gäbe, dafür aber  die Autorin an spannungserzeugenden Handlungssträngen oder gar intensiveren Dialogen gepfeilt hätte. Das Potential war da, wurde aber leider nicht vollends ausgeschöpft.

Auffallend klasse finde ich, dass Isabel ihre Gabe bereits besitzt und nicht plötzlich erstaunt feststellt, dass sie sich an Orte, die in den Büchern vorhanden sind, teleportieren kann. Dem Leser wird somit das ganze Drama mit "Oh-wie-konnte-das-passieren" erspart. Allerdings ist es echt schade, dass bis zum Schluss nicht einmal in wenigen Sätzen erklärt wird, woher die Gabe eigentlich kommt.

Die Liebesgeschichte von Isabel und ihrem Prinzen Leo finde ich durch und durch angenehm zu verfolgen da romantische Momente in der Handlung vorhanden sind. Aber trotzdem sind meiner Meinung nach die Gefühle viel zu schnell entfacht, da nicht wirklich viel geschehen ist.

In der ersten Hälfte des Buches ist Isabels Charakter mir unsympathisch. Während ihr Exfreund, der eine Leidenschaft für Fußball und Klettern hat, sich für sie und ihre Hobbys interessiert, lästert sie gerne über Sport ab und zeigt absolutes Desinteresse für seine Aktivitäten. Ja, warum auch sich für seinen Freund interessieren?! In meinen Augen ist sie sehr egoistisch...
Nick, ihr Ex, wird zudem als der Böse dargestellt, weil er Isabel einen unmoralischen Vorschlag macht und sie damit verletzt. Seine Beweggründe sind allerdings nachvollziehbar. Ich hatte von der ersten bis zur letzten Seiten mehr für Nick übrig als für sie. Jedenfalls: ich habe nicht verstehen können warum es ihr, da sie doch am besten wissen sollte wie es ist verletzt zu sein, nichts ausgemacht hat mit jemanden zu flirten, der eigentlich für eine andere bestimmt ist. Liebesgeschichte hin oder her, aber ihr kommt nicht einmal der Gedanke "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu"! Deswegen sehe ich hier wieder puren Egoismus ihrerseits...
Nichtsdestotrotz hat sie sich im späteren Verlauf positiv entwickelt, die ihr Sympathiepunkte von mir eingebracht haben. Besonders respektiert habe ich sie zum Schluss, als sie ihre Bedürfnisse hinten angestellt hat, um sehr wichtige Entscheidungen zu treffen, die Prioritäten haben.

          F a z i t          

Trotz der vielen negativen Aspekte, kann ich nicht behaupten, dass mir "Die Welt zwischen den Zeilen" überhaupt kein Lesevergnügen bereitet hat. Bloß ist's und bleibt's ein Buch für zwischendurch, das mehr Tiefgang bräuchte.


Dienstag, 1. März 2016

|Rezi| Nova & Quinton. True Love


Titel: Nova & Quinton. True Love
Autor: Jessica Sorensen
Reihe: 1 / 3
Preis: 8,99 €
Ebook: 7,99
Verlag: Heyne

ISBN: 978-3453418011
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Als Teenager wollte Nova Drummerin werden und ihre große Liebe Landon heiraten. Aber dieser Traum wurde in einem einzigen Moment zerstört. Nova ist überzeugt, dass sie nie wieder jemanden lieben wird. Bis sie den unverschämt attraktiven Quinton Carter kennenlernt. Er fasziniert und verwirrt sie. Und Nova ahnt, dass sie besser die Finger von ihm lassen sollte ...
[by Heyne]

          R e z i  z u m  B u c h          

Das Cover ist jetzt nicht unbedingt ein Blickfang, aber ich persönlich finde es dennoch ansprechend. Es vermittelt nämlich eine deprimierende Stimmung, die viele dunkle Geheimnisse verspricht. Kurz gesagt, genau das wird dem Leser geboten und somit spiegelt das Cover den Inhalt  super wieder.

Womit ich mich allerdings gar nicht anfreunden kann ist der Titel "True Love". Egal wie ich es drehe und wende, es passt nicht und führt in die Irre, denn "die wahre Liebe" steht hier nicht direkt im Vordergrund. Man kann darüber streiten, ich weiß, aber mir fallen halt etliche Titel ein, die besser zur Handlung passen würden...

Es ist mein zweiter Roman von Jessica Sorensen, da sie mich bereits mit ihrem Schreibstil in "Das Geheimnis von Ella und Micha" in ihren Bann gezogen hat. Sie hat einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil, obwohl sie sich bei diesem Buch mit einem sehr ernstem Thema befasst und zwar: Drogen. Die Autorin schafft es bis zur letzten Seite die Gefühle von den beiden Protagonisten gut und authentisch zu veranschaulichen, so dass man als Leser sowohl mit Nova als auch mit Quinton mitfühlt.

Der Inhalt hat mich schlicht und ergreifend umgehauen - positiv! Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich ein Buch, das sich rund um Drogen dreht, mich derart fesseln würde. Direkt zu Beginn wird man mit Leid, Schmerz und Hass konfrontiert. Das war eine ganz mulmige Atmosphäre und ich habe mich ernsthaft gefragt, ob das Buch nicht eventuell das Falsche für mich ist... Doch bereits nach paar Seiten verschwanden meine Zweifel und ich war total in die Geschichte vertieft.
Was mich zudem erstaunt, ist wie oft mich manche Abschnitte, besonders die wo Nova ihr Video-Tagebuch führt, zum Nachdenken anregten. In der Regel geschieht es sehr selten...

Die Geschichte wird aus Novas sowie aus Quintons Sicht erzählt, was ich immer sehr willkommen heiße. In diesem Buch ist der Perspektivenwechsel sinnvoll überdacht und sehr hilfreich. Als Leser bekommt man tiefgründige Gedanken zu lesen und kann im Nachhinein das Verhalten der Beiden besser nachvollziehen. Ich glaube, hätte man z.B. nur die Ich-Perspektive aus Novas Sicht, wäre es nahezu unmöglich sich in Quinton hineinzuversetzen oder gar seine zwiespältigen Gefühle detailliert zu entschlüsseln.

Nova und Quinton sind, trotz ihrer Schicksalsschläge, sehr liebenswerte Charaktere. Ich kann ehrlich nicht sagen wen ich von beiden mehr mochte... Die beiden freunden sich an und trotzdem wird aus der Freundschaft mehr. Jedoch ist es keine gewöhnliche Liebesgeschichte, die sich zwischen ihnen anbahnt. Ja, sie tun sich gegenseitig gut, aber von wahrer Liebe kann keine Rede sein, denn in erster Linie fühlen sie sich zueinander hingezogen aufgrund ihrer Trauer...

Das Ende ist offen, aber trotzdem  mochte ich es! Ich weiß nicht wie es anderen geht, die das Buch gelesen haben, aber mich hat Nova zum Schluss einfach nur erstaunt und geplättet...

          F a z i t          

Auch wenn das Cover und der Titel mich nicht umgehauen haben, so ist "Nova & Quinton: True Love" trotz allem ein gelungener und mitreißender Auftakt mit Charakteren, die man ins Herz schließt. Es verdient ganze 5 Sterne !! ))




 

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