Samstag, 5. März 2016

|Rezi| Die Welt zwischen den Zeilen



Titel: 
Die Welt zwischen den Zeilen
Autor: J. Vellguth
Preis: 9,99 €
Ebook: 3,99
Verlag: CreateSpace Independent Publishing

ISBN: 978-1523796007 
Sterne: 




          K l a p p t e x t          

Isabel hat eine unglaubliche Fähigkeit, die es ihr erlaubt, in die Welt der Bücher einzusteigen und dadurch mitten im Leben der Romanfiguren zu existieren. Allerdings immer nur als unbeteiligte Beobachterin. Zumindest bis zu dem einen Tag, an dem sich alles ändert und Aschenputtels Prinz plötzlich mit ihr spricht. Es entsteht eine Liebe, die so überwältigend, surreal und hoffnungslos ist, dass Isabel sich selbst darin zu verlieren droht.
[by Amazon / CreateSpace Independent Publishing]

          R e z i  z u m  B u c h          

Aufgepasst, ich habe mit "Die Welt zwischen den Zeilen" begonnen und es enthält Spoiler zu "Zauberhaftes Aschenputtel", die allerdings nicht von großer Bedeutung sind. Ich finde es sogar gut, dass ich "Zauberhaftes Aschenputtel" nicht gelesen habe, weil es, nach diesem Buch, in ein ganz anderes Licht gerückt wird, worüber ich mich sicherlich geärgert hätte.

Das Cover finde ich wunderschön. Die Wahl dieser Abbildung ist unglaublich passend, da es genau das verspricht was die Geschichte bietet und ich liebe es, wenn das Cover mit Bedacht gewählt wird.

Der Einstieg fiel mir leicht, da die Autorin einen lockeren Schreibstil hat. J. Vellguth Stärke ist es die Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Diese sind ihr absolut grandios gelungen!
Was mir allerdings fehlt, ist die Spannung an manchen Stellen. Die Protagonistin Isabel ist ziemlich oft in die Welt ihres Lieblingsmärchen "Zauberhaftes Aschenputtel" eingetaucht, aber all diese Besuche sind von kurzer Dauer. Dadurch, dass sie nie lange geblieben ist, habe ich mich nicht richtig in das Geschehen vertiefen können. Ich fände es besser, wenn es weniger Sprünge gäbe, dafür aber  die Autorin an spannungserzeugenden Handlungssträngen oder gar intensiveren Dialogen gepfeilt hätte. Das Potential war da, wurde aber leider nicht vollends ausgeschöpft.

Auffallend klasse finde ich, dass Isabel ihre Gabe bereits besitzt und nicht plötzlich erstaunt feststellt, dass sie sich an Orte, die in den Büchern vorhanden sind, teleportieren kann. Dem Leser wird somit das ganze Drama mit "Oh-wie-konnte-das-passieren" erspart. Allerdings ist es echt schade, dass bis zum Schluss nicht einmal in wenigen Sätzen erklärt wird, woher die Gabe eigentlich kommt.

Die Liebesgeschichte von Isabel und ihrem Prinzen Leo finde ich durch und durch angenehm zu verfolgen da romantische Momente in der Handlung vorhanden sind. Aber trotzdem sind meiner Meinung nach die Gefühle viel zu schnell entfacht, da nicht wirklich viel geschehen ist.

In der ersten Hälfte des Buches ist Isabels Charakter mir unsympathisch. Während ihr Exfreund, der eine Leidenschaft für Fußball und Klettern hat, sich für sie und ihre Hobbys interessiert, lästert sie gerne über Sport ab und zeigt absolutes Desinteresse für seine Aktivitäten. Ja, warum auch sich für seinen Freund interessieren?! In meinen Augen ist sie sehr egoistisch...
Nick, ihr Ex, wird zudem als der Böse dargestellt, weil er Isabel einen unmoralischen Vorschlag macht und sie damit verletzt. Seine Beweggründe sind allerdings nachvollziehbar. Ich hatte von der ersten bis zur letzten Seiten mehr für Nick übrig als für sie. Jedenfalls: ich habe nicht verstehen können warum es ihr, da sie doch am besten wissen sollte wie es ist verletzt zu sein, nichts ausgemacht hat mit jemanden zu flirten, der eigentlich für eine andere bestimmt ist. Liebesgeschichte hin oder her, aber ihr kommt nicht einmal der Gedanke "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu"! Deswegen sehe ich hier wieder puren Egoismus ihrerseits...
Nichtsdestotrotz hat sie sich im späteren Verlauf positiv entwickelt, die ihr Sympathiepunkte von mir eingebracht haben. Besonders respektiert habe ich sie zum Schluss, als sie ihre Bedürfnisse hinten angestellt hat, um sehr wichtige Entscheidungen zu treffen, die Prioritäten haben.

          F a z i t          

Trotz der vielen negativen Aspekte, kann ich nicht behaupten, dass mir "Die Welt zwischen den Zeilen" überhaupt kein Lesevergnügen bereitet hat. Bloß ist's und bleibt's ein Buch für zwischendurch, das mehr Tiefgang bräuchte.


2 Kommentare:

  1. Hi Tanya,

    danke für die ausführliche Rezi! Wenn man den Prota nicht sympathisch findet, ist es auch einfach verdammt schwer, in die Geschichte reinzukommen. Ich glaube übrigens, dass es noch eine Vorgeschichte gibt, daher hat sie auch schon ihre Gabe.

    Liebe Grüße
    Desiree

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  2. Hey,

    ich mag das Cover unglaublich gerne und die Idee dahinter spricht mich total an. Muss ich wohl dennoch mal reinlesen. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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